Digitalisierungsstand im Überblick

Wie weit ist Deutschland bei der Digitalisierung öffentlicher Verwaltungsleistungen? Diese Karten zeigen den Stand auf Bundes-, Landes-, Kreis- und Kommunalebene.

Kartendaten: isellsoap/deutschlandGeoJSON · BKG · © Leaflet-Mitwirkende
OZG-Leistungen flächendeckend digital
11 %
823 von 7.509 Einzelleistungen bundesweit verfügbar (Jan. 2026)

Digitalisierungsstand Bundesebene

Nur 11 % der gesetzlich vorgesehenen Verwaltungsleistungen sind bundesweit flächendeckend digital verfügbar. Das ergibt das INSM Behörden-Digimeter 2026, das erstmals alle 7.509 Einzelleistungen – nicht nur Leistungsbündel – prüfte.

  • 823 von 7.509 Leistungen flächendeckend online (Jan. 2026)
  • Bund: 115 priorisierte Eigenleistungen abgeschlossen (Jan. 2025)
  • BundID als zentrales digitales Bürgerkonto im Aufbau
  • Prognose: vollständige Umsetzung erst ~2045

Während der Bund seine eigenen 115 priorisierten Leistungen weitgehend digitalisiert hat, hinken Länder und Kommunen – zuständig für drei Viertel aller Leistungen – deutlich hinterher.

Quelle: INSM Behörden-Digimeter 2026 (IW Köln, März 2026). Methodik: 7.509 OZG-Einzelleistungen, flächendeckende Verfügbarkeit ab Reifengrad 2.

Legende: < 6 % 6–9 % 9–13 % 13–18 % > 18 %
Kartendaten: isellsoap/deutschlandGeoJSON · BKG · © Leaflet-Mitwirkende
Ø Landesleistungen flächendeckend digital
11 %
starke Unterschiede zwischen den 16 Bundesländern

Digitalisierungsstand Länderebene

Die Bundesländer unterscheiden sich erheblich. Nordrhein-Westfalen löste Hamburg als Spitzenreiter ab, Saarland und Sachsen-Anhalt belegen die letzten Plätze (Behörden-Digimeter 2026).

  • NRW 21 %, Hamburg ~19 % (Spitzenreiter)
  • Bayern ~17 %, Schleswig-Holstein ~12 %
  • Bundesschnitt: ~11 %
  • Saarland ~5 %, Sachsen-Anhalt ~6 % (Schlusslichter)

Beim Saarland sind 85 % der Verwaltungsleistungen in keiner einzigen Kommune online verfügbar. Die EfA-Strategie (Einer-für-Alle) soll Skalierung ermöglichen, kommt aber langsam voran.

Quelle: INSM Behörden-Digimeter 2026 (IW Köln, März 2026). Werte für einzelne Länder auf Basis verfügbarer Pressemitteilungen und Studiendaten geschätzt.

Legende: < 4 % 4–8 % 8–13 % 13–18 % > 18 %
Kartendaten: isellsoap/deutschlandGeoJSON · BKG · © Leaflet-Mitwirkende · Hover für Prozentwert
Ø Kreisleistungen flächendeckend digital
~ 9 %
unter 294 Kreisen und kreisfreien Städten

Digitalisierungsstand Kreisebene

Auf Kreisebene liegt die durchschnittliche Digitalisierungsquote bei rund 9 %. Kreisfreie Städte schneiden dabei besser ab als Landkreise, da sie über mehr Ressourcen und kürzere Entscheidungswege verfügen.

  • i-KFZ (Kfz-Zulassung online): ~94 % der Kreise angebunden
  • Kreisfreie Städte Ø ~12 % vs. Landkreise Ø ~7 %
  • Führerscheinwesen: ~35 % der Kreise digital
  • Baugenehmigungsportal: ~15 % der Kreise

Haupthindernisse sind fragmentierte IT-Infrastrukturen, Fachkräftemangel und unterschiedliche Softwarelandschaften. Fahren Sie mit der Maus über eine Region für den Näherungswert.

Quelle: INSM Behörden-Digimeter 2026; Kreiswerte modelliert auf Basis von Landeswerten. Direkte Kreiserhebung liegt öffentlich nicht vollständig vor.

Legende: < 3 % 3–5 % 5–8 % 8–12 % > 12 %
Kartendaten aggregiert auf Kreisebene · isellsoap/deutschlandGeoJSON · BKG · © Leaflet-Mitwirkende
Ø Kommunale Leistungen flächendeckend digital
~ 6 %
stark abhängig von Gemeindegröße und Bundesland

Digitalisierungsstand Kommunalebene

Deutschlands ~10.700 Gemeinden weisen die niedrigste Digitalisierungsquote auf. Im Schnitt sind nur ~6 % der kommunalen Leistungen flächendeckend digital abrufbar – mit enormen Größenunterschieden.

  • Großstädte (> 100.000 EW): Ø ~15–20 %
  • Mittelstädte (10.000–100.000 EW): Ø ~8–12 %
  • Kleinstädte (2.000–10.000 EW): Ø ~4–6 %
  • Kleinstgemeinden (< 2.000 EW): Ø ~1–3 %

Zentrale Plattformen wie „Mein Bayern" oder das NRW-Serviceportal bündeln kommunale Leistungen und schaffen Skaleneffekte. Das EfA-Prinzip bleibt auch auf kommunaler Ebene der effizienteste Weg.

Hinweis: Darstellung aggregiert auf Kreisebene, da 10.700 Einzelgemeinden nicht interaktiv visualisierbar sind. Quelle: INSM Behörden-Digimeter 2026, modellierte Kommunalwerte.

Digitalisierungsranking 2026

Alle 16 Bundesländer nach dem Anteil flächendeckend digital verfügbarer OZG-Leistungen – sortiert nach Digitalisierungsquote.

Quelle: INSM Behörden-Digimeter 2026 (IW Köln, März 2026) · 7.509 OZG-Einzelleistungen · flächendeckend verfügbar ab Reifengrad 2

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